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Abschied oder Weil die Scheiben nur Fenster in eine Richtung sind und Du auf der Seite stehst, die nur Dich selbst zeigt.

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Das ist es also. Du sagst Tschüss und lächelst tapfer mit bayrisch bemalten Lippen am grau beleuchteten Bahnsteig. Umarmst ihn fest und lang, so wie ein Windhauch. Und kein Laut kommt aus Deinem ratlos dampfenden Mund mehr heraus. Du folgst mit einfrierenden Augenwinkeln zwei Einstiegsstufen und eine Kurve lang dem traurigen Bild eines Rückens, der sich von Dir wegbewegt. Und weißt nun nicht einmal, in welche Richtung Du winken sollst. Weil die Scheiben nur Fenster in eine Richtung sind und Du auf der Seite stehst, die nur Dich selbst zeigt. Einbahnstraße Abschied. Du willst Dir nicht selbst zuwinken, lässt die nutzlosen Hände in den Taschen versinken. Und schaust weiter Dir selbst bei Deiner Hilflosigkeit des Augenblicks zu, während die Frau im Abteil auf der Seite jenseits des Glases sicher denkt, Du würdest ihr auf die Haare starren. So geht Selbstreflexion wohl auch, denkst Du, während Du Dich und die Welt hinter Dir durch ein Glitzern im Spiegel zuerst verschwimmen und schließlich erstarren siehst. Vielleicht knistert etwas in Deinem Gesicht. Oder nicht. Vielleicht hast Du Dich auch getäuscht. Und dann, nach stundenlangen Minuten, setzt sich der Zug in Bewegung und Du siehst Dich wegfahren. Siehst den Bahnsteig und die Menschen vorüberziehen und schließlich verschwinden. Aber nein, das stimmt nicht. Du bist ja der, der zurückbleibt.
Und weil es dem Himmel gerade passend erscheint, beginnt er das Licht zu dimmen. Und in den letzten Resten Licht läufst Du vor Deinem Spiegelbild davon und dorthin zurück, wo die Monster unter dem Bett Namen haben.

Eingetragen unter:Fledermausland, Nachhilfe in Selbstfindung, neues Dings

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