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Die gruselige Frau an der Kühltruhe, die versuchte mit mir zu flirten. Sie nannte mich ‘Süßer’ und beugte sich über Hähnchenschenkel. Und strich gefärbtes Haar hinter ihr Ohr. Ich knetete Käsescheiben und dachte an Christiane F. Und daran, wie leid mir das alles tat. Über meinem nervös zuckenden Mund ängstliche Augen. Unter ihren beachtlichen Augenringen ein verspieltes Lächeln. Über uns Meat Loaf und das, was er für Liebe nicht tun wird. Unter uns Hühnerherzen, frisch verpackt, in jeder Packung 400 Gramm.
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Liest sich wie Bukowski.
Jetzt wo Du es sagst… (Herrjeh. Das gibt mir übel Nachdenkbares.)
Zugegeben, das war ein rein subjektiver Kommentar. Ich meinte nicht, dass Du wie Bukowski schreibst oder ihn sogar kopierst. Dein kleines Post hat mich nur an einige Texte von dem erinnert. Die kleine, aber wesentliche Gemeinsamkeit ist, dass Du hier mit wenigen, aber gut plazierten Wörtern mehr sagen kannst als andere, die dafür Seiten brauchen.
Der hintere Teil freut mich natürlich zu lesen. Danke.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr halte ich meine paar Zeilen aber tatsächlich für eine Postkarte aus dem Bukowski-Fanshop. Keine Sorge, ich habe das nicht im Zusammenhang mit dem Schreiben mit Unbehagen aufgenommen, sondern persönlich. Das ist ein kleines Missverständnis gewesen. Wie Bukowski zu schreiben (ob in Kopie oder Annäherung) ehrt mich mehr, als dass es mich beleidigt. Dass ich jedoch bukowskig klinge, bringt mich anders ins Grübeln. Ich meine, der Mann ist selbst von meinem Elfenbeinturm im Fledermausland aus gesehen noch ein spektakuläres Wrack gewesen. Wenn ich aus mir so etwas wie er rausschöpfe, dann gibt mir das eben zu denken. Wenn ich dann auf die Sachen schaue, die ich in letzter Zeit geschrieben habe und die nicht im Blog landen, dann glaube ich wirklich, dass ich mal ein bißchen Pause vom Abrutschen machen sollte. Nächster Halt: Schnapsregal.