Gedanken zu LOST 6×09 “Ab Aeterno” (Recap)

Gib’ mir Insel!

Krankenhaus oder Lazarett. Ilana, bandagiert auf einem Bett. Auftritt Jacob.
Jacob: “Hallo Zuckerstern! Kennste mich noch?”
Ilana (kichert): “Hallo Paps!”
Jacob (zur Krankenschwester): “UTE! Dat Kind is ja total breit! Gib’ der nich so viel von dem Zeug, die schwebt sonst hier raus, ey!”
Jacob (zu Ilana): “Nee, Süße! Ich bins! Der Jacky! Dein Manager!”
Ilana: “Ach so. Und? Was geht?”
Jacob: “Hörma, Kleines, ich komm grad von nebenan, Du hast die Rolle leider nich bekommen. Die wollen J.Lo. für die Rolle der sexy Mumie. Aber ich hab Dir Kekse mitgebracht.”
Ilana: “Jippie!”
Jacob: “Und ich hab auch nen neuen Job für Dich, Perle!”
Illana: “Ohne Scheiß? Geilo! Sach an!”
Jacob: “Also ich mach da bald diese Dschungel-Show. Sechs Kandidaten. Überall Kameras. Wir haben ne Schlampe, so ein Parfummodel, nen abgewrackten Arzt, nen Dicken, zwei Japaner… dat Übliche halt. Willste da nich Moderatorin werden, Schneckchen?”
Ilana: “Klingt spitze! Uih, guck ma, da is der Teufel!”
Jacob (schaut sich verwirrt um): “Wat? Der Schwarze? Wo? Hat er dat Messer dabei?”
Ilana (kichert): “Jacky! Ich verarsch Dich nur! Dat is nur der Johnny, der putzt hier! Hallo Johnny!”
Johnny: “Guten Tag, Frollein! Guten Tag, Ex-Mann von Rita!”
Jacob (zu Ilana): “Löckchen, Du pennst jetzt erstma Deinen Rausch hier aus! Ich sach der Ute Bescheid, dass sie Dir noch wat Nettes ans Bett bringt. Und dann schnappste Dir irgendwo ne Knarre, nen Pakistaner und kommst ins Studio. Dann sehn wir weiter. Wie klingt dat?”
Ilana: “Bin dabei, Jacky!”
Jacob: “Dat is mein Mädchen! Hab doch gesacht, dat ich nen Star aus Dir mach!”
Ilana (kichert): “Jep!”
Jacob: “Supi! Ich mach dann mal nen Abflug! Halt dir Ohren steif, Bienchen!”
Ilana: “Tschüssi!”

Dschungelcamp. Strand. Nacht. Team Lapidus sitzt am Lagerfeuer.
Jack: “… und als sie am Morgen aussteigt, hängt ihr Freund aufgeschlitzt an einem Ast über dem Auto. Und das Scharren auf dem Autodach in der Nacht, das waren seine Füße.”
Hurley: “Dude! Die Story ist so ausgelutscht wie das Dharma-Erdnussbutter-Glas, das ich gestern drüben im Gebüsch gefunden habe!”
Sun: “Wo ist eigentlich Jin? Wir müssen Jin finden!”
Lapidus: “Sind wir schon in Guam?”
Ben: “Das ist ja alles ganz unterhaltsam, aber hat jemand eine Ahnung, was die Teamaufgabe für heute ist? Ich zahle drei Punkt zwei Millionen Dollar!”
Ilana: “Ricky hat den Zettel! Ricky?”
Ricky (singt): “…Upside inside out. Livin’ la vida loca…”
Jack: “RICKY! LIEBLING!”
Ricky (singt): “…Das ist Wahnsinn! Warum schickst Du mich in die Hölle…?”
Gruppe (gröhlt): “HÖLLE! HÖLLE! HÖLLE! HÖLLE!”

… und dann geht es los.
Wir lesen das Jahr 1867 und den Ort Teneriffa. Ricky macht Reiturlaub mit Isabella, seiner Kosmetikerin, die aber an Schwindsucht stirbt, weil sie nur Feuchtigkeitscremes mitgenommen und die Schwindsuchtmedikamente vergessen hat. Dumm gelaufen! Bevor sie stirbt, flüstert sie Ricky noch zu, dass sie für Ricky ein Date ausgemacht hat. Rita, eine ihrer besten Kundinnen, hat da diesen Ex-Mann, der zwar ein bisschen brutal ist, aber total schnuffig. Jetzt ist die Rita mit Dexter verheiratet, also war verheiratet, denn Rita ist leider mittlerweile tot. Aber ihr Ex-Mann lebt auf einer romantischen Horrorinsel in der Nähe von Hawaii und lässt sich regelmäßig Liebessklaven anschiffen, die dann nach “Bachelor”-Art um das Herz des Junggesellen kämpfen müssen. Da soll Ricky hin. Die Sklavenschiff-Fahrkarte hat der eitle Kerl im Ferienhaus. Und dann ist Isabella, die Kosmetikerin, auch schon tot.
Ricky schnappt sich Isabellas Modeschmuck und ein paar Eyeliner und reitet auf Tinkerbell, seiner Araberstute, schnell wie der Wind zum Ferienhaus. Gerade noch rechtzeitig. Im Ferienhaus trifft Ricky auf einen katholischen Priester, der sich gerade ein paar frische Lustknaben kauft, und übergibt ihm seine Bibel, denn die braucht Ricky jetzt nicht mehr. Dann checkt Ricky auf dem (Prä-Dharma) Hanso-Luxusliner Black Rock ein. Und ab geht die Fahrt!

Angekommen auf der Gruselinsel Der Liebe (gänsehautigster Kurzauftritt der Statue, die beim Anlegen leider kaputt geht) stellt sich heraus, dass zu viele Liebessklaven bestellt worden sind, weshalb alle bis auf Ricky sterben müssen. Das Rauchmonster hilft dabei, die lästige Konkurrenz zu beseitigen, denn es möchte Ricky glücklich sehen. Und Ricky ist glücklich. Okay, noch ist er nicht glücklich. Aber er wird es sein. Hundertfünfzig Jahre später, wenn er endlich Jack getroffen hat.
Das Rauchmonster der Herzen befreit Ricky von seinen Ketten, kocht ihm leckeren Kaffee und erzählt ihm, was Jacob für ein Teufelskerl ist. Weil Ricky vergessen hat, Jacob Pralienen mitzubringen, überlässt das Rauchmonster dem armen Ricky sogar ein schickes Kartoffelmesser, das er Jacob schenken kann. Ricky freut sich und stürmt los.

Strand. Kaputte Statue. Ricky und Jacob.
Jacob alias Jacky fällt Ricky an, schlägt und waterboarded ihn.
Jacob: “Wer bist Du?”
Ricky (japst nach Luft): “Ich…”
Jacob: “Bist Du mein neuer Assistent?”
Ricky: “Was?”
Jacob: “Meine Kaffeeschubse! Mein Azubi! Bist Du das?”
Ricky: “Ich?”
Jacob (taucht Ricky wieder unter Wasser): “Gott, bist Du dämlich! Ich kann so nicht arbeiten!”
Ricky: “Aber…!”
Jacob: “Wer hat Dich geschickt? Die doofe Britta aus der Personalabteilung?”
Ricky: “Ich…!”
Jacob: “Das war bestimmt die Britta! Also, wer bist Du?”
Ricky: “Ich bin der Ricky!”
Jacob: “Na also! Geht doch, Ricky! Wer hat Dich geschickt?”
Ricky: “So ein Schwarzer!”
Jacob: “Was? Der?”
Ricky: “Wer?”
Jacob: “Egal! Hier ist jedenfalls alles bereit, das ganze Team ist bereit, und diese dusselige Kuh von der Agentur hat die Kandidaten verschlampt! Wir stehen hier unter Zeitdruck, Mann! Ach… Drauf geschissen! Du kommst jetzt mit!”
Ricky (leise): “Ähm. Okay.”

Strand. Ricky und Jacob. Und eine Flasche Wein.
Ricky: “Ich verstehe nicht. Ich verstehe gar nichts!”
Jacob: “Okay. Nochmal langsam für den Langsamen: Ich bin der Jacky und ich mach hier gerade eine eisbärengeile Dschungelshow. Also ich versuch es zumindest. Willste noch wat trinken, Süßer?”
Ricky: “Joah. Immer her damit! Und was ist mit dem Schwarzen? Dem Rauchmonster?”
Jacob (seufzt): “Ach.. der! Smoking hot, oder?”
Ricky: “Na ja. Denke schon. Aber ich stehe mehr so auf den blonden Typ!”
Jacob: “Wirklich? Auf mich?”
Ricky: “Ähm. Vielleicht?”
Jacob: “Hm…! Willst Du mein Assistent sein?”
Ricky: “Klar. Aber warum mag das Rauchmonster Dich jetzt nicht?”
Jacob: “Ach, wir hatten mal wat. Is lang her. Heute isser selbst im Showbiz. Versucht, auf der anderen Seite auch ne Show aufzuziehen. Irgendwas mit Überleben und so Kram. Ich bin ja mehr so der romantische Typ.”
Ricky: “Das ist mir auch schon aufgefallen!”
(Tauschen Blicke aus. Ricky lächelt scheu.)
Jacob: “Dat is vergleichbar mit der Flasche hier. Und dem Wein. Dat is…”
Ricky: “Ja?”
Jacob: “Also stell Dir den Wein als… Ähm…”
Ricky: “Ja?”
Jacob: “Und die Flasche is… also der Korken verhindert, dass der Wein…”
Ricky: “… ja?”
Jacob: “Ach Scheiße, ich bin total besoffen!”
Ricky (kichert): “Hihi!”
Jacob: “Du auch, oder?”
Ricky: “Ja. Willst Du unter meine Decke?”
Jacob: “Och… Ja! Weißt Du was?”
Ricky: “Was denn?”
Jacob: “Ich glaub, ein bisschen Eyeliner würde Dir gut stehen!”
Ricky: “Findest Du?”
Jacob: “Total!”

(Hurley, ich liebe Dich! Du hast die besten Dialoge, das größte Herz und hundertfünfzig Kilogramm Liebenswürdigkeit! Du bist mein Held! Und Du sprichst fließend Spanisch!)
Treffen an der romantischsten Parkbank der Terrorinsel. Ricky buddelt den Modeschmuck seiner Kosmetikerin aus und sein Eyeliner hält selbst größter Verzweiflung stand. Hurley lässt sich zu einer spontanen Séance hinreißen und teilt Ricky mit, was die tote Kosmetikerin zu sagen hat. Hier die Kurzfassung:
Du siehst heiß aus!
Schicker Haarschnitt!
Der Eyeliner steht Dir!
Nicht weinen, Süßer!
Ach, da wäre noch eine Sache: Wenn das Rauchmonster von der Insel runter kommt, tanzt die gesamte, verdammte Hölle auf dem Tisch!

Gemütliches Plätzchen in der Botanik. Sonniger Tag. Jacob und Rauchmonster.
Rauchmonster: “Ich hasse Dich!”
Jacob: “Du bist so süß, wenn Du sauer bist”
Rauchmonster: “Ich will hier weg!”
Jacob: “Vergiß es, mein Schatz!”
Rauchmonster: “Ich werde Dich töten, Jacky!”
Jacob: “Sweetie, dann schickt die Britta aus der Personalabteilung einen anderen Produzenten!”
Rauchmonster: “Dann töte ich den auch!”
Jacob: “Sachte, Wölkchen! Guck mal, ich hab Dir was mitgebracht!”
Rauchmonster (fröhlich): “Kekse?”
Jacob: “Nee, die sind für Ilana! Ich hab Wein mitgebracht! Besauf Dich!”
Rauchmonster (enttäuscht): “Hmpf. Okay.”
Jacob: “Prima. Bis bald!”
Rauchmonster: “Jep. Prost!”

Und das war also die lange erwartete Richard-Folge. Gut, aber ohne erkennbare Game-Changer. Alles beim Alten und Altbekannten, bis auf den Flaschen-Vergleich und die ‘Der Mann hat meinen Körper geklaut’-Sache, das war ein wenig neu, aber irgendwie auch wieder nicht wirklich.
Ich dachte beim Schauen oft: ‘Der Vollständigkeit wegen’. Der Vollständigkeit wegen wissen wir jetzt, warum Richard nie Geburtstag feiert, das Rauchmonster kennt, wie die Black Rock auf die Insel gekommen ist und warum die Statue nur noch einen Fuß hat. Keine Vorwürfe von mir, ich bin sehr zufrieden mit dem Gesehenen. Es ist nur… Ich wünschte, es bliebe mehr Zeit! Je näher das Ende rückt, desto weiter wünsche ich es mir vom Hals weg. Ich kann mich kaum mehr über eine neue Folge freuen, weil ich weiß, dass ich bald keine mehr haben werde!
Ich werde eine gottverdammte Gruppentherapie brauchen, wenn diese Serie vorüber ist!
(Oder ein Hühnerknochenbaby, zum Liebhaben!)

2 Gedanken zu “Gedanken zu LOST 6×09 “Ab Aeterno” (Recap)

  1. philgeland sagt:

    Die Zeit läuft ab.
    John Locke hat das kapiert. Er ist aber auch der Einzige. Der ist nämlich schon tot.

  2. [...] hispanischen Sklaven mit gezielten Säbelstichen. Als Richard an der Reihe ist, kommt das Rauchmonster der Herzen und nimmt sich der britischen Offiziere an. Nur Richard bekommt lediglich die Rülpslaute des [...]

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