Not Penny’s F***ing Boat, Brother!
Diese Woche keine Recap wie sonst. Keine Umerzählung. Wenig Spott. Ich sitze an der tabakkrümelsatten und klebgetränkverkrusteten Undraufschreibbartastatur meines Bruders und mir ist gar nicht nach Auslachen zumute und meinen Fingern nicht nach ausladendem Schreiben.
Ich beneide die akribischen Recap-Schreiber diese Woche nicht. Zehn Minuten dieser Folge dürften ausreichen, um ein paar Seiten zu füllen. Es passiert sehr viel sehr dicht und sehr schnell und drei Mal mehr wird angedeutet. Die Querverweise, die Wiederholungen und die Variationen stapeln sich krokodilgottstatuenhoch, dazu gibt sich das Whoiswho der serieneigenen Mythologie die Klinke in die Hand, als wäre diese Woche der Erstverkaufstag von iPads und Hühnerknochenbabies im Sparabo. Ich wüsste nicht, wo ich anfangen sollte. Und ich wüsste noch weniger als nicht, wo ich, einmal angefangen, aufhören sollte. Hier ein paar lose Gedanken und Stichwörter:
Zoe, die Geophysikerin des Schauspiel-Grauens, hat Brüste und ist keine Krankenschwester, aber das unnützeste schmutzige plot device seit Bai Ling. Ich nenne sie von nun an “Bai Ling der Sechsten Staffel”. / Für einen kurzen Moment befürchtete ich, dass die Fracht Eisbären und Haie beinhalten würde. Dann dachte ich an “Jurassic Park” und wurde nervös. Dann war ich beruhigt. Nur zwei riesige Teslaspulen. Glück gehabt. Nach dem Sonarzaun aus der Campingabteilung schien alles möglich. / Charles Widmore beschäftigt einen Haufen Trottel, die schnuffige Teslaspulen-Techniker grillen. / ‘Not Penny’s Husband’-Desmond ist Patrick Bateman ohne Axt. / That crazy chicken-bone-baby-chick Claire without the crazy and the chicken-bone-baby / George Minkowski, Yuppies und Nutten / Hässliche Waage-Gemälde in Bürogebäuden. / “There’s always a choice, brother” / Adjektive zum Verlauf jedes Querverweises und jeder Variation in dieser Episode: vorhersehbar – überladen – grenzwertig – lächerlich – geil. / “Not Penny’s Boat” / ‘Not Penny’s Husband’-Desmond hat es mit dem Kaltwachs echt übertrieben, brother! / Keine Zeit für einen Plausch, Jackie, ich muss das Drogenwrack im Krankenhaus-Kleidchen jagen. / Mrs. Eloise (Hawking) Widmore hat ein ernsthaftes Problem mit toupierten Haaren und Buttermessern. / “What happened, happended!” / “Stupp tuhking, Chiume!” (- Ich liebe ihren Akzent!) / “…not ready yet, Desmond!” (An dieser Stelle ein ShoutOut zu V. Ich erneuere meine Aussage von vor zehn Folgen. Dass ich wüsste, wie alles endet. Ich bin sowas von ganz vorn im Rennen, Baby!) / Daniel Farraday Widmore ist den Blues Brothers beigetreten. Mit Hut. / Daniel Farraday Widmore hat den erzwungendsten, unableitbarsten Erklär-Text der Serie. / Isch denke, isch hab’ dat Bömbsche schon hochjejacht! / Die ganze Folge ein lautes “See you in another life, brother!”, aber dennoch hätte ich den Satz gern gehört. Wenigstens ein Mal ganz kurz. / Stadion-Penny ist umwerfend. / Sayid und sein Freund, die Plastiktüte, sind auf der Eisbärenkeksinsel angekommen und verdrehen Köpfe. / Mein Herz für Penny und ihr mit Wundern volles Lachen. Kaffee-Date mit Desmond. / “I just need to show them something.” – Kabumm! / Typische Desmond-Folge.
Fazit:
Lost war nie besser! Ich bin begeistert und grinse wie Claire auf der Axtmörder-Achterbahn im Hühnerknochenbaby-Freizeitpark. Wenn die Folge “The Constant” nicht wäre, welche mich damals als glücklich lächelndes, heulendes Herzkrampfwrack zurückließ, hätte ich diese Folge als ‘Bestes Lost Ever, bro!’ etikettiert. Heiliger Dharma Lama, was war das eine krokodilgottgeile Folge!
MEHR! MEHRMEHRMEHR!
[...] gehört. Diesmal ist es Desmond. Als erstes erblickt er diese Tina-Fey-Doppelgängerin Zoe, »das unnützeste, schmutzige plot device seit Bai Ling«, hehe. Ihre üble Windigkeit scheint sich Desmond sofort zu vermitteln, aber dann gleich [...]