Gedanken zu LOST 6×15 “Across The Sea” (Recap)

Das ist sie also, die Folge der Folgen! Die vorletzte Folge vor dem Finale! Ich bin so aufgeregt! Ich…

Oh…!

Und ich dachte immer, MEINE Mutter wäre schwierig!

Die Folge beginnt mit dem jungen Schneewittchen, das schwanger wie ein Pottwal auf unser aller Lieblingsinsel hinter den sieben Meeren ankommt beziehungsweise angeschwemmt wird. Nennen wir Schneewittchen einfach Rhea Silvia, dann habt Ihr was zu googeln.
Auf dem Weg durchs Gestrüpp trifft Rhea Silvia auf eine megalomane und gefährliche Mittvierzigerin namens Uschi Robinson, die verrückt wie eine Tüte Grashüpfer ist und nach der nabelschnurlosen Geburt zweier Buben (Jacob und Freitag), von plötzlichen Mutterglück und einem hysterischen Anfall berauscht, Rhea Silvia kichernd den Schädel mit einem Stein zermatscht. Und so wird Uschi zur ersten von vielen absolut irren Gebüschfurien, die mordend durch die Hecken preschen und anderen Frauen die Kinder mopsen oder sich Ersatzkinder basteln: Uschi wird zur legendären Hühnerknochenübermutter.

Die nächsten dreizehn Jahre verbringt Uschi damit, nach Matriarchinnenart ihren Buben perfektes Englisch beizubringen, sie mit Wahnvorstellungen zu mästen und Teppiche zu knüpfen. Freitag, der dunkle Bruder von Jacob, ist Uschi’s Lieblingssohn, denn er sieht aus wie Zac Efron.
Eines Tages treffen Jacob und Freitag, während sie psychoaktive Pilze für Uschi suchen, auf eine Gruppe kerniger Naturburschen, die es Uschi zufolge nicht gibt, weil sie allein auf der Insel sind, es sowieso keine Welt jenseits des Meeres gibt und Frauen sich durch Zellteilung fortpflanzen. Doch weil ihre Buben durch den abwesenden Vater und die viel zu starke Mutter schwul wie Glitzergleitcreme geraten sind, interessieren sie sich selbstverständlich sehr für die behaarten Testosteron-Bomben im Dickicht.
Um homoerotischen Phantasien vorzubeugen, führt Uschi ihre Buben zu einem ganz besonderen Platz. Einem Platz, durch den die Insel so besonders wird:
Ein Lichtloch im Wald, das Zauberkräfte hat.
Tja… das wirkt aber nicht so wirklich, denn Zac Freitag Efron hat es nun einmal mehr mit Kerlen als mit Lichtlöchern und macht sich daher aus dem Staub. Jacob bleibt mit Uschi zurück und besucht nur hin und wieder mal seinen Bruder in dessen Kerle-Camp am anderen Ufer der Insel.

Eines Tages, dreißig Jahre später, berichtet der mittlerweile nicht mehr wie Zac Efron aussehende Mann in Schwarz seinem geistig etwas schlichten Bruder Jacob, dass er endlich einen Weg gefunden hat, die Insel zu verlassen, um nach San Francisco zu gehen. Als Lichtlochfanatikerin Uschi davon erfährt, verpufft ihr letztes bisschen Hirn wie ein Tropfen Wasser auf einer heißen Herdplatte und sie rauscht in die Botanik, um ihren Sohn aufzuhalten. Uschi findet ihn in einem der vielen Brunnen auf der Insel, wo er sich gerade durch eine Wand zur Quelle von Uschi’s Lichtloch durchbuddelt, um ein irgendwie schon sinnvolles Wagenrad dort anzubringen. Spontan matscht sie seinen Kopf gegen die Mauer, trägt ihren bewusstlosen Lieblingssohn die Leiter hoch (?), zerdeppert den Brunnen (?) und zieht dann los, um heimlich ein kleines Dort abzufackeln, während alle darin schlafen (?) und die übrigen, sehr gefährlichen Männer im Alleingang umzubringen (?). Das gelingt ihr auch.
Uschi führt daraufhin ihren anderen Sohn wieder zu ihrem Lichtloch mit den Zauberkräften, füllt ihn ab und macht irgendwas mit ihm, was ich zum Glück nicht mit ansehen muss, denn es wird nicht gezeigt.
Als der Mann in Schwarz neben seinem kaputten Brunnen erwacht und seine ermordeten Kumpels findet, ist er verständlicherweise sehr frustriert. Also zieht er los und ersticht Uschi, die das total supi findet. Jacob, der gerade mit noch mehr Drogenpilzen für Mutti heimkehrt, beobachtet die Szene, wird ebenfalls frustriert und stürzt sich auf seinen Bruder. Nachdem er ihn, ganz die Mutter, ein bisschen zermatscht hat, schleift er ihn zu Uschi’s Lichtloch, das nun Jacob’s Lichtloch ist, und wirft seinen Bruder rein.
Das gefällt dem Lichtloch nicht und es kotzt ein Rauchmonster aus.

Aus irgendeinem Grund findet Jacob, während er heulend über seine Zauberinsel mit rauchmonsterkotzendem Lichtloch stapft, die Leiche seines Bruders am Flussufer. Er schleift seine tote Familie zu den Höhlen aus der ersten und zweiten Staffel, steckt ihnen einen schwarzen und einen weißen Spielstein in die Tasche und arrangiert die Leichen von Mutti und Bruder wie ein inzestiöses Über-Paar. Dann bekommen wir noch einmal zu sehen, wie ein angenehm unbekleideter Jack mit einer gewohnt verwirrt dreinschauenden Kate die Skelette Jahrhunderte später und fünf Staffeln früher findet. Ein viel jünger und viel lebendiger aussehender Locke kommt hinzu und vermutet eine Art Inzestinsel-eigene Adam und Eva.
Ähm… ja.

Tja. Und das ist das große Geheim… Entschuldigt mich bitte kurz, meine Mama ruft gerade! Ihr Lichtloch ist schon wieder verstopft!

Ein Gedanke zu “Gedanken zu LOST 6×15 “Across The Sea” (Recap)

  1. [...] »I’m sorry«, sagt dann plötzlich die Kartoffelsacktante, erschlägt Mutter Claudia und wird damit »zur ersten von vielen absolut irren Gebüschfurien, die mordend durch die Hecken preschen und anderen Frauen die Kinder mopsen oder sich Ersatzkinder basteln: Uschi wird zur legendären Hühnerknochenübermutter.« (Zitat) [...]

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