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Und dann regnet es bereits seit drei Tagen und ich baue bereits seit drei Tagen diese Küche auf, die nicht meine ist und putze diese Eigentumswohnung, in der ich nicht wohne und seine Mutter redet währenddessen bereits seit drei Tagen in der 2. Person Plural von eurem Fliegengitter vor eurem Schlafzimmerfenster, euren beinahe vertrockneten Topfpflanzen überall und eurer chicen neuen Dunstabzugshaube und bereits seit drei Tagen kann ich einfach nicht mehr auf jede Art, auf die man im Verlauf solcher drei Tage nicht mehr können kann.
Ich werde kindisch und motze beim Kaffee, es ist Kaffee von Senseo und dazu gibt es Streuselkuchen. Dann bin ich eingeschnappt und schweige bis zum Abendessen, es gibt heiße Würstchen mit Senf und dazu Kartoffelsalat und Brot. Beim Frühstück, auf dem Tisch stehen Brötchen, Margarine und Wurst und Käse, bitte ich ihn schließlich, irgendetwas zu sagen, damit ich mich mit ihm streiten kann. Er sagt, dass ich endlich fahren soll, verdammt nochmal, und ich packe dankbar meine Tasche.
Ankunft in und am Bahnhof vertrauter Gestank nach Essen und nach Regen und gefühlten tausend Menschen, die nass geschwitzt und nass geregnet aus eben diesem und durch eben diesen eilen, um heim zu kommen, fort zu gehen oder einfach ihre Wartezeit verrinnen zu lassen, bis sie wieder Anschluss haben. Eine Tüte Laugenbrezeln und ein geliehener Laptop warten am Gleis auf mich und an ihnen hängt ein Mensch mit Problemen und in seinem jungen Gesicht hängen zwei altbekannte Ausdrücke, die ich umgekehrt erwidere. Zuhause ist doch nie nur ein Ort oder ein Lächeln allein.