Text 49: Die Alternative

Im Zug am letzten Abend der ersten Woche. Der Mond stolpert über den dunklen Himmel, er fällt immer wieder über das Zugdach und fällt immer wieder zurück, als hätte er seine feste Bahn verloren und würde nun durch den Himmel irren und seinen gewohnten Platz suchen und ihn nicht finden. 35 Minuten. Ich höre die Durchsagen nicht, ich übersehe die Mitreisenden, ich bemerke keine Bahnhöfe mehr. Ich lache leise, ich weine kurz, und dann steige ich aus und werde umarmt, als wäre ich nach sieben Jahren heimgekehrt. Als Held.

1 comment
  1. Hach, ein sehr schöner Schreibstil. Ich könnte alles kommentieren, aber ich belasse es hierbei und freue mich, dass du uns teilhaben lässt mit deinen Gedanken.

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