autor

Der Autor wurde im März 1983 gegen seinen Willen in den ländlichsten Teil Hessens geboren. Dort wuchs er, weil er keine Wahl hatte, auch auf. Seine Eltern besitzen ein Fachwerkhaus, in dem der Autor sich vor der kleinen Dorfwelt versteckte, so oft es ging.
Schon früh fiel der Autor überall auf. Nicht durch etwas bestimmtes, sondern eher durch viel Nicht-Stimmendes. Er spielte ausschließlich allein, scheute soziale Kontakte, sprach wenig und schien gänzlich in seiner eigenen Welt zu leben. Gerade deshalb eckte der Autor auch schon früh bei Gelegenheiten und Menschen gleichermaßen an. Auch wenn das, zumindest 13 Jahre lang, nie seine Absicht gewesen ist.
Was in seiner Jugend mit und an ihm geschah, verarbeitete der Autor später im Rahmen diverser Therapien. Woraufhin die Therapeuten/innen ihrerseits Therapien zur Verarbeitung begannen.

2003 schloss die Schule erfolgreich mit dem Autor ab und schenkte ihm, in der Hoffnung auf ein Nimmer-Wiedersehen, ein neues Abitur. Noch im selben Jahr begann der Autor ein Studium der Evangelischen Theologie an der Universität Marburg. Aus diesem Fehler zog er beinahe drei Jahre später die Konsequenz und weg. Sein begonnenes Studium ließ er zuerst unabgeholt in Marburg liegen und eilte ein Bundesland weiter.
2005 schrieb sich der Autor an der Universität Wuppertal erneut für eine Chance ein. Dieses Mal wählte er Germanistik, Psychologie und Kunst- und Designwissenschaften auf dem Stimmzettel. Es folgte eine etwas unübersichtliche Zeit der Studien- und Wohnortwechsel zwischen Wuppertal und Essen. Seit 2006 wohnt er in Essen und ließ sich schließlich auch Teile seines in Marburg begonnenen Theologie-Studiums dorthin nachsenden, um sich auf eine Zukunft als Lehrer für Deutsch und Religion festzulegen.
Es schien alles gut zu laufen. Und weil dem jedoch nicht so wahr, begann er 2006 mit dem Schreiben an einem Blog voller Geschriebenem.

Mit dem Jahr 2007 brach eine Krisenzeit für den Autor, der sich hoch21 nennt, herein. Er fühlte sich in jeder Hinsicht in eine Sackgasse manövriert und wandte sich deshalb an eine Fachperson für Sackgassen in Verstand und Gefühl. Es stellte sich heraus, dass der Klapperstorch ihn seinerzeit nicht nur im falschesten Teil Deutschlands abgeliefert, sondern auch mit einer autistischen Störung, dem Aufmerksamkeitsdefizits-/Hyperaktivitätssyndrom und, aufgrund der ersten beiden Geschenke unnutzbarer, Hochbegabung überfrech begütert hatte. Das Mistvieh!

Aus der Not heraus willigte der Autor im Herbst 2007 in mehrgleisige Therapieansätze ein, um sein Studium weiter fortsetzen zu können. Darunter auch eine medikamentöse Therapie mit dem Wirkstoff Methylphenidat (bekannt geworden unter dem Markennamen Ritalin).
Der Versuch, parallel Methylphenidat und Lehramtsstudium einwirken zu lassen, scheiterte für den Autor im Januar 2008. Immer noch in der Hoffnung, seine berufliche Zukunft retten zu können, beantragte er ein Urlaubssemester (und dann ein weiteres) und begann die Suche nach einer Rehabilitationseinrichtung.
Im Oktober 2008, nach monatelangem Akzeptieren und Zögern, gab der Autor schließlich seinem Umfeld und auf seinem Blog bekannt, aus gesundheitlichen Gründen nicht wieder an die Universität zurückkehren zu können.
Seitdem versucht er, sich eine Alternative zu überlegen.

Der kettenrauchende, dauerfluchende Autor lebt zur Zeit zurückgezogen in einer 2er-WG in Essen. Er gilt als menschen- und kontaktscheu, charmant, exzentrisch und flamboyant.
Was er sieht und interessant findet, verbildert oder vertextlicht er in eigenwilligem Stil auf seinem Blog Alternativen. Seit Januar 2009 schreibt er an seinem ersten Roman und seitdem denkt er manchmal, dass dieser erste Roman auch gleich sein letzter wird. Ansonsten weiß er es besser.